Optimierung regionaler Wertschöpfungsketten gemeinsam mit regionalen Bio-Landwirten
Regionale Bio-Landwirtschaft steht für Qualität, Nachhaltigkeit und Vertrauen. Doch der Weg vom Hof ins Regal ist oft komplexer, als er sein müsste. Planungsunsicherheit, Abstimmungsaufwand und fehlende digitale Strukturen stellen Bio-Landwirtinnen und -Landwirte ebenso vor Herausforderungen wie den regionalen Handel. Dieses Projekt möchte hier ansetzen und regionale Wertschöpfungsketten gemeinsam weiterdenken. Digitale Lösungen sollen unterstützen, nicht ersetzen, ohne den Charakter regionaler Betriebe zu verändern.
Ausgangssituation: Regionale Wertschöpfung zwischen Anspruch und Alltag
Warum regionale Wertschöpfung besondere Anforderungen stellt
Regionale Wertschöpfungsketten zeichnen sich durch kurze Wege, persönliche Beziehungen und eine hohe Nähe zwischen Produzenten und Handel aus. Gleichzeitig entstehen genau daraus besondere Anforderungen an die Koordination der Prozesse.
Koordination und zentrale Herausforderungen
In vielen regionalen Betrieben sind digitale Systeme nur begrenzt etabliert. Häufig fehlt ein durchgängiges Warenwirtschaftssystem.
Typische Problemfelder
- Prognose & Planung: begrenzte Datenbasis für Absatz- und Ernteprognosen.
- Bestellung & Disposition: parallele Kanäle und unvollständige Informationen.
- Rechnungsstellung: unterschiedliche Formate und Angaben erschweren die Weiterverarbeitung.

Stimme aus der Praxis

Schönes Wetter, spontane Grillabende und kurzfristige Nachfrage zeigen, wie wertvoll digitale Möglichkeiten sind: Sie verbinden Bedarf und Angebot genau dann, wenn es darauf ankommt.

Ansätze für digitale und KI-gestützte Lösungen
Aus der Analyse der Prozesse ergeben sich mehrere Ansatzpunkte für digitale und KI-gestützte Unterstützung. Ziel ist es, die bestehenden Abläufe zu strukturieren und zu erleichtern, nicht, komplett neue Systeme überzustülpen.
- Prognosetools: datenbasierte Unterstützung bei Absatz- und Ernteplanung.
- Digitale Bestell- und Dispositionshilfen: Bündelung von Bestellungen und Reduktion von Medienbrüchen.
- Stammdatenmanagement: strukturierte Erfassung und Pflege zentraler Produktinformationen.
- Unterstützte Rechnungsstellung: Hilfen bei der Erstellung standardisierter, weiterverarbeitbarer Rechnungen.
Die erarbeiteten Konzepte sollen in einen prototypischen Lösungsentwurf münden, der exemplarisch zeigt, wie regionale Wertschöpfungsketten digital unterstützt und gleichzeitig handhabbar gestaltet werden können.
KI ersetzt keine Menschen auf dem Feld oder im Handel. Sie kann aber Muster in Daten erkennen, die für Planung und Entscheidung nützlich sind, insbesondere dort, wo viele kleine Einzelfaktoren zusammenkommen.
Das Projekt verfolgt keinen Ansatz zur vollständigen Automatisierung oder zur Entwicklung einer einheitlichen Lösung für alle Anwendungsfälle. Stattdessen steht die Analyse des individuellen Bedarfs im Vordergrund
Was das Teilprojekt leisten kann
Potential von KI im Alltag der Produzenten
Mehr erfahren und in Kontakt treten
KI-Regio verbindet wissenschaftliche Analyse mit praktischen Anwendungsbeispielen in regionalen Unternehmen. Weitere Informationen zum Gesamtprojekt und Ansprechpartner:innen sind auf der Projektwebseite zu finden.