KI-gestützte Bestandsplanung mit Solistiq
Mit Solistiq entsteht ein Start-up und Ausgründungsprojekt aus dem KI-Regio-Projekt, das eine KI-gestützte Lösung zur Bestandsplanung entwickelt. Ziel ist es, Unternehmen dabei zu unterstützen, komplexe Planungsprozesse zu vereinfachen. Durch die intelligente Auswertung betrieblicher Daten sowie externer Einflussgrößen werden Unsicherheiten reduziert und Entscheidungsprozesse nachhaltig verbessert.
Warum eine neue Art der Planung gebraucht wird

Unvorhersehbare Nachfrage
Schwankende Bedarfe, saisonale Effekte und externe Einflüsse erschweren verlässliche Prognosen und machen Planung zunehmend unsicher.

Hoher manueller Planungsaufwand
Bestandsplanung basiert häufig auf Tabellen, manuellen Abgleichen und Erfahrungswissen – ein zeitintensiver Prozess im operativen Alltag.

Fehlende Entscheidungstransparenz
Zahlen und Prognosen sind vorhanden, bleiben jedoch schwer nachvollziehbar und liefern oft keine klare Entscheidungsgrundlage.
Aus Forschung wird Anwendung
Die Idee zur Ausgründung entstand nicht nur aus eigenem Antrieb, sondern vorallem aus dem klaren Bedarf der Pilotpartner. Schon früh kam die Frage auf, wie es nach dem KI-Regio-Projekt weitergeht. Unternehmen wollten mehr als theoretische Konzepte – sie wollten eine konkrete, einsetzbare Lösung. So entstand Solistiq: mit dem Ziel, Bestandsplanung langfristig und praxisnah zu verbessern.
🎓
Universitäre Forschung
📉
Beobachtetes Problem
🧠
Wissenschaftlicher Ansatz
🚀
Transfer in die Anwendung
Nico Elbert über die Unterstützung aus dem Universitätsumfeld
Nico Elbert
Erstes Foundry model
Entwicklung des erstes Foundry model als technologische Basis
Zweites Foundry model
Weiterentwicklung und Optimierung der Architektur auf Basis erster Erkenntnisse.
Bewilligung „EXIST-Förderung“
Aufnahme in das EXIST-Gründerstipendium zur finanziellen Unterstützung und strategischen Begleitung.
Drittes Foundry model
Entwicklung der marktnahen Version mit neuen Features und höherem Reifegrad
Das Team

Förderung
EXIST-Forschungstransfer bewilligt
Das Gründerteam von SOLISTIQ hat die Förderzusage erhalten und entwickelt in den kommenden zwei Jahren eine wissenschaftlich fundierte KI-Lösung gemeinsam mit Pilotpartnern weiter.
Für uns ist das ein bedeutender Meilenstein. Als exzellenzorientiertes Förderprogramm für Hightech-Gründungen aus der Wissenschaft gibt der EXIST-Forschungstransfer uns die Möglichkeit, in den kommenden zwei Jahren unser Foundation Model weiterzuentwickeln, dieses gemeinsam mit unseren Pilotpartnern in eine produktive Lösung zu überführen und SOLISTIQ als Ausgründung auf den Weg zu bringen.
Nico Elbert
Warum Unternehmen Solistiq nutzen sollten
Magnus Maichle






Vorteile zu bisheriger Bestandsplanungssoftware
Nico Elbert
Klassischer Ansatz
So funktioniert es aktuell:
- Separate Produktmodelle
- Benötigt viele historische Daten
- Schwierig bei neuen Produkten
- Empfindlich bei Nachfrageschwankungen
- Liefert meist reine Zahlen
- Wenig Transparenz bei Entscheidungen
- Hoher manueller Aufwand
- Hohe Kosten
Foundation Model
Solistiq – die innovative Herangehensweise:
- Ein Modell für viele Produkte
- Nutzt Wissen aus zahlreichen Zeitreihen
- Funktioniert auch bei wenigen Daten
- Robust gegenüber Veränderungen & Schwankungen
- liefert konkrete Handlungsvorschläge
- Entscheidungen sind verständlich erklärt
- Deutlich weniger manueller Aufwand
- Kostenvorteil für Unternehmen
Definition und Aufbau eines Foundation Models
Foundation-Modelle sind künstliche Intelligenz-Modelle (KI), die auf riesigen Datensätzen trainiert werden und ein breites Spektrum allgemeiner Aufgaben erfüllen können. Sie dienen als Basis oder Bausteine für die Entwicklung speziellerer Anwendungen.
https://www.ibm.com/de-de/think/topics/foundation-models
Klassisches Modell

Im Rahmen des klassischen Ansatzes der Prognose und Bestandsplanung lassen sich drei typische Vorgehensweisen unterscheiden:
Erstens die manuelle Planung, bei der Mitarbeitende historische Verkaufszahlen auswerten und auf Basis von Erfahrung oder Tabellenanalysen Bestellentscheidungen treffen. Zweitens statistische Prognoseverfahren wie Zeitreihenmodelle, die historische Daten analysieren, um Trends oder saisonale Muster zu erkennen und daraus Nachfrageprognosen abzuleiten. Drittens KI-basierte Modelle, die zusätzlich externe Faktoren wie Wetter, Preise oder Feiertage berücksichtigen, um genauere Vorhersagen zu ermöglichen.
Daraus ergibt sich eine zentrale Herausforderung klassischer Prognoseansätze: Für jedes Produkt muss ein eigenes Modell ausgewählt oder trainiert werden. In Unternehmen mit tausenden Artikeln entsteht so eine komplexe und schwer skalierbare Modelllandschaft – genau hier setzt der Ansatz von Solistiq an.
Foundation Model von Solistiq

Der Prozess beginnt links mit dem Trainingsprozess des Modells. Dabei werden Daten aus unterschiedlichen Branchen zusammengeführt, etwa aus Industrie, Handel, Großhandel, Energie oder Gastronomie. Diese Daten enthalten beispielsweise Informationen über Nachfrageverläufe, Preise, Lagerbestände oder externe Einflussfaktoren. Diese großen und heterogenen Datensätze werden genutzt, um ein sogenanntes Foundation Model zu trainieren. Anders als bei klassischen Ansätzen wird hier ein einziges großes Modell entwickelt, das aus den Mustern vieler verschiedener Produkte gleichzeitig lernt.
Im nächsten Schritt wird dargestellt, wie dieses Modell im praktischen Einsatz arbeitet. Das System erhält verschiedene relevante Informationen, etwa Nachfrageentwicklungen, Preisänderungen, Wetterdaten oder Suchtrends. Diese Faktoren werden gemeinsam analysiert, um die zukünftige Nachfrage möglichst präzise zu bestimmen. Auf dieser Grundlage erzeugt das Modell eine Vorhersage der zukünftigen Nachfrage. Diese Vorhersage dient anschließend als Grundlage für konkrete Handlungsempfehlungen. Das Ergebnis: statt nur eine Prognose zu liefern, kann das Modell direkt konkrete Bestellvorschläge generieren, beispielsweise eine bestimmte Bestellmenge für ein Produkt. Das System unterstützt Unternehmen damit unmittelbar bei operativen Entscheidungen im Bestandsmanagement.
Der zentrale Unterschied: Ein Modell für alle Produkte
Der Unterschied zwischen beiden Ansätzen wird deutlich: Im klassischen Ansatz werden viele einzelne Modelle für einzelne Produkte benötigt. Jedes Produkt wird separat prognostiziert und geplant, was komplex und schwer skalierbar ist. Der Solistiq-Ansatz verfolgt dagegen eine andere Logik. Ein einziges großes Modell wird auf Daten vieler Produkte trainiert und kann anschließend gleichzeitig für tausende Artikel eingesetzt werden. Dadurch kann das Modell produktübergreifende Muster erkennen. Erkenntnisse aus einem Produkt verbessern auch die Prognosen für andere Produkte (Cross-Learning). Das ermöglicht präzisere Bestellentscheidungen, reduziert Fehlbestände und senkt Bestandskosten um bis zu 20 %.
Die Rolle von Solistiq für Planer*innen
Magnus Maichle
Solistiq soll Hand in Hand mit den Planern arbeiten.
Nico Elbert
Planer haben wertvolles Domänenwissen, das so nicht ersetzt werden kann.
Pressemitteilungen
KI ressourcenschonend einsetzen – von der Forschung in die Praxis
– ICC Germany Magazin
KI aus Mainfranken: Wie Würzburger Forschende mit Transformer-Technologie den Mittelstand stärken
– Campus Uni Würzburg
Experten beim Wirtschaftsclub Würzburg: Wie Mittelständler künstliche Intelligenz nutzen können
– Main-Post




