Adites – Justus

Die Energiewende verändert den Strommarkt grundlegend. Erneuerbare Energien gewinnen an Bedeutung, gleichzeitig schwanken Strompreise stärker und Investitionsentscheidungen werden komplexer. Ein Forschungsprojekt der Universität Würzburg und der ADITES GmbH untersucht, wie datenbasierte Simulationsmodelle Unternehmen dabei helfen, Energieprojekte fundiert zu bewerten.

Energiewende verstehen

Die Grafik zeigt den Verlauf der Energiewende in Deutschland.

Historische Etappen Zukünftige Ziele
Heute

Klicke auf einen Punkt in der Zeitleiste, um mehr zu erfahren.

1990 · Stromeinspeisungsgesetz Erstes Gesetz zur Förderung von Ökostrom: Energieversorger müssen Strom aus erneuerbaren Quellen abnehmen und vergüten. Damit wird die Grundlage für den späteren Ausbau gelegt.

1998 · Politischer Kurswechsel Mit der rot-grünen Bundesregierung beginnt eine neue Phase der Energiepolitik. Ökosteuer, die Förderung erneuerbarer Energien und der geplante Atomausstieg rücken in den Fokus.

2000 · Erneuerbare-Energien-Gesetz Das EEG tritt in Kraft und garantiert feste Einspeisevergütungen über 20 Jahre. Dadurch entsteht ein entscheidender Impuls für den Ausbau von Photovoltaik und Windkraft.

2002 · Atomkonsens Bundesregierung und Energiekonzerne vereinbaren den schrittweisen Ausstieg aus der Kernenergie. Damit entsteht ein erster verbindlicher Fahrplan für das Ende der Atomkraft.

2011 · Fukushima & Ausstiegsbeschluss Nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima beschließt der Bundestag am 30. Juni den endgültigen Atomausstieg. Acht Kraftwerke werden sofort abgeschaltet und die Energiewende wird zum politischen Leitbild.

2020 · Kohleausstiegsgesetz Der Bundestag beschließt den schrittweisen Ausstieg aus der Kohleverstromung bis spätestens 2038. Damit folgt ein weiterer zentraler Baustein auf dem Weg zur Klimaneutralität.

2022 · Osterpaket Die EEG-Novelle setzt das Ziel, bis 2030 einen Anteil von 80 % erneuerbarer Energien am Stromverbrauch zu erreichen. Die Energiekrise führt zugleich zum befristeten Streckbetrieb der letzten Atomkraftwerke.

2023 · Ende der Atomkraft Am 15. April werden die letzten drei deutschen Kernkraftwerke Isar 2, Emsland und Neckarwestheim 2 endgültig abgeschaltet. Der Atomausstieg ist vollzogen.

2030 · Etappenziel Deutschland will die Treibhausgasemissionen um 65 % gegenüber 1990 senken und einen Anteil von 80 % erneuerbarer Energien im Stromsektor erreichen.

2038 · Kohleausstieg Spätestens in diesem Jahr soll die Verstromung von Kohle in Deutschland vollständig beendet sein. In einzelnen Regionen wurde bereits ein früherer Ausstieg vereinbart.

2040 · Etappenziel Das Klimaschutzgesetz sieht als zweite Zwischenmarke eine Reduktion der Treibhausgasemissionen um 88 % gegenüber 1990 vor.

2045 · Klimaneutralität Deutschland will treibhausgasneutral werden. Das nationale Ziel liegt damit fünf Jahre vor dem EU-weiten Ziel für das Jahr 2050.

Warum die Energiewende unser Energiesystem verändert

1

Erzeugung

Mehr erneuerbare Energien

Photovoltaik und Windkraft prägen zunehmend den Strommix.

Mit dem Ausbau erneuerbarer Energien steigt der Anteil wetterabhängiger Stromerzeugung und verändert die Investitionen von Unternehmen.

2

Einspeisung

Strom nach Wetter, nicht nach Bedarf

Besonders Photovoltaik erzeugt Strom häufig zu ähnlichen Tageszeiten.

An sonnigen Tagen erzeugen PV-Anlagen große Strommengen. Dadurch entstehen Einspeisespitzen, die häufig nicht mit der aktuellen Nachfrage übereinstimmen.

3

Strommarkt

Preise werden volatiler

Wenn viel Erzeugung auf wenig Verbrauch trifft, geraten Preise stärker in Bewegung.

Übersteigt das Stromangebot die Nachfrage, sinken die Preise deutlich und führen für Anlagenbetreiber zu möglichen Erlösausfällen und Renditerisiken.

4

Flexibilität

Speicher werden zum Schlüssel

Batteriespeicher helfen, Erzeugung und Verbrauch besser abzustimmen.

Speicher erhöhen die Flexibilität von PV-Anlagen, sichern Erträge und mindern die Auswirkungen negativer Strompreise.

5

Entscheidung

Bessere Investitions-
grundlagen

PV-Anlagen und Batteriespeicher sind wirtschaftlich unsicherer geworden.

Datenbasierte Modelle zeigen, wie EEG-Regelungen, negative Strompreise, Anlagenparameter und Speicheroptionen die Rendite beeinflussen.

Einblick aus dem Projekt

Wie verändert die Energiewende aktuell unser Energiesystem?

Die Energiewende verändert unser Energiesystem grundlegend: Mit dem wachsenden Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung werden auch die Preise an der Strombörse zunehmend volatiler. Für Unternehmen entsteht daraus ein neuer Handlungsdruck, sowohl bei der Optimierung ihrer Energiebeschaffung als auch bei Investitionsentscheidungen zu Batteriespeichern und Photovoltaikanlagen.

Was passiert, wenn zu viel Strom ins Netz fließt?

Wenn mehr Strom erzeugt wird, als im selben Moment verbraucht oder gespeichert werden kann, entsteht ein Überangebot. Besonders bei hoher PV-Einspeisung geraten Strompreise unter Druck, im Extremfall sogar unter null.

Strombörse unter Druck

Klicke dich durch die Karten, um die Kurven Schritt für Schritt aufzubauen.

Vereinfachte Preislogik am Strommarkt

Strompreis
PV-Einspeisung
Nachfrage
Kurz erklärt
Vom Überschuss zum Minuspreis Wenn PV-Einspeisung hoch und Nachfrage niedrig ist, driften beide Kurven auseinander. Genau in diesem Fenster kann der Strompreis unter null fallen.
Hoch Niedrig Preisniveau Morgens Mittags Abends negativ
1

Einspeisung

Hohe
PV-Produktion

Zur Mittagszeit speisen viele Photovoltaikanlagen gleichzeitig große Strommengen ein.

2

Nachfrage

Verbrauch bleibt gering

Wenn der Stromverbrauch im selben Moment gering bleibt, entsteht ein Ungleichgewicht.

3

Strommarkt

Preise geraten
unter Druck

An der Strombörse sinken die Preise, weil kurzfristig mehr Strom verfügbar ist als benötigt wird.

4

Folge

Negative
Strompreise

Für flexible Stromkunden kann das Chancen schaffen, für Anlagenbetreiber aber Erlös- und Renditerisiken.

Justus Ameling

Expertsession

Justus Ameling · Universität Würzburg

Über die Entstehung negativer Strompreise

Was das für Unternehmen bedeutet

Ohne Datengrundlage

Volatilität wird zum Risiko

  • Unternehmen, deren Strompreise sich am Marktpreis orientieren, spüren jede Schwankung direkt in den Energiekosten.
  • Ohne Flexibilität bei Verbrauch oder Erzeugung wird Volatilität schnell zum reinen Kostenrisiko.
  • Banken verlangen für die Finanzierung neuer Anlagen zunehmend gesicherte Erlöse, etwa über langfristige Lieferverträge.

Mit Simulationsmodell

Volatilität gezielt nutzen

Das Modell analysiert Verbrauchs- und Erzeugungsprofil eines Unternehmens und berechnet daraus, wie groß ein PV-Park oder Speicher dimensioniert sein sollte. So lassen sich verschiedene Szenarien für Solar- und Speicheranlagen vergleichen und wirtschaftliche Risiken besser einschätzen.

Individuelle Dimensionierung
Szenarien vergleichen
Belastbare Finanzierungsbasis
Genau hier setzt das Forschungsprojekt von JMU Würzburg und ADITES an.

Kooperation Universität Würzburg × ADITES GmbH

Forschungsprojekt kennenlernen

Im gemeinsamen Forschungsprojekt bringen die Universität Würzburg und ADITES GmbH wissenschaftliche Methoden und praktische Energieerfahrung zusammen. Ziel ist es, Investitionsentscheidungen rund um Photovoltaik, Batteriespeicher und flexible Stromnutzung besser verständlich und planbar zu machen.

Forschungskooperation

KI-gestützte Investitionsentscheidungen für Energieanlagen

Gemeinsam mit ADITES entwickelt der Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen der JMU Würzburg ein datenbasiertes Modell, das Unternehmen bei Investitionsentscheidungen zu Photovoltaikanlagen und Batteriespeichern unterstützt.

Thematische Schwerpunkte

Photovoltaik Batteriespeicher KI-Modellierung
Wissenschaft trifft Anwendung Reale Anforderungen aus der Energiewirtschaft werden mit datenbasierten Prognose- und Optimierungsverfahren verbunden.

Forschungskooperation

Forschung und Praxis verbinden

Die Kooperation zwischen Universität Würzburg und ADITES GmbH verbindet wissenschaftliche Methoden mit konkreten Anforderungen aus Energieprojekten. So entsteht aus Forschung eine anwendungsnahe Lösung für bessere Investitionsentscheidungen.

Justus Ameling

Expertsession

Justus Ameling · Universität Würzburg

Über den Nutzen des Projekts für ADITES und die Universität

Logo Universität Würzburg

Methoden aus der Forschung

Die wissenschaftliche Seite bringt KI-Methoden, Optimierung und Modellierung ein. Dadurch werden energiewirtschaftliche Zusammenhänge systematisch analysiert und für Investitionsentscheidungen nutzbar gemacht.

KI-Methoden Optimierung Modellierung Szenarien

Gemeinsame Projektbrücke

Aus Anforderungen wird eine Lösung

1
Praxisproblem verstehen Welche Investitionsfragen entstehen bei PV-Anlagen, Speichern und volatilen Strompreisen?
2
Daten und Anforderungen strukturieren Relevante Einflussfaktoren werden gesammelt, eingeordnet und für die Modellierung vorbereitet.
3
Modellansatz entwickeln Forschung und Praxis übersetzen die Anforderungen in Prognose, Simulation und Optimierung.
4
Anwendung vorbereiten Die Ergebnisse werden so aufbereitet, dass Unternehmen Investitionen besser bewerten können.
Logo ADITES GmbH

Anforderungen aus der Praxis

ADITES bringt konkrete Erfahrungen aus Energieprojekten ein. Dazu gehören Photovoltaik, Speicherlösungen, Ladeinfrastruktur, Smart Metering, Monitoring und Mieterstrom.

Photovoltaik Speicher Energiemanagement Mieterstrom

Die Lösung

Ein intelligentes Prognosemodell

Das Prognosemodell verbindet technische, wirtschaftliche und regulatorische Daten. Daraus entstehen Szenarien, mit denen Unternehmen Investitionen in PV-Anlagen und Batteriespeicher besser vergleichen, bewerten und begründen können.

Datenbasis

Was in das Modell einfließt

Wetterdaten Grundlage für erwartete PV-Erzeugung.
PV-Anlage Leistung, Ausrichtung und Ertragsprofil.
Strompreise Volatilität, Erlöse und negative Preise.
Speicher Kapazität, Ladeverhalten und Nutzung.
EEG-Regeln Vorgaben für Förderung und Erlöse.
Verbrauch Lastprofile und Eigenverbrauch im Betrieb.

Modellkern

Prognose, Simulation und Optimierung

Intelligentes Prognosemodell Daten verbinden, Varianten berechnen und Entscheidungen vorbereiten
Prognose Erzeugung, Preise und Verbrauch abschätzen.
Simulation Investitionsvarianten systematisch durchspielen.
Optimierung Wirtschaftlich sinnvolle Kombinationen sichtbar machen.

Entscheidung

Was die Lösung konkret kann

Varianten vergleichen PV allein, PV mit Speicher oder andere Konfigurationen gegenüberstellen.
Wirtschaftlichkeit berechnen Rendite, Erlöse und Amortisation unter verschiedenen Annahmen abschätzen.
Risiken bewerten Auswirkungen von Preisschwankungen, negativen Preisen und Regulierung erkennen.
Stellschrauben erkennen Zeigen, welche Faktoren den größten Einfluss auf das Ergebnis haben.
Entscheidungen begründen Aus komplexen Energiedaten wird eine nachvollziehbare Investitionsgrundlage.

Datenbasierte Modelle als Entscheidungsgrundlage

Investitionsentscheidungen zu Photovoltaikanlagen oder Batteriespeichern hängen von einer Vielzahl an Parametern ab, etwa der Ausrichtung der Anlage, der Größe des Speichers oder Marktbedingungen wie dem anzulegenden Wert. Datenbasierte Modelle machen sichtbar, wie sich diese Faktoren einzeln auf Rendite und Investitionsentscheidung auswirken, und schaffen so eine fundierte Grundlage für Unternehmen.

Mehrwert für Unternehmen

Aus Unsicherheit wird Entscheidungsfähigkeit

Für Unternehmen wird die Energiewende zu einer Investitionsfrage. Das Prognosemodell hilft, technische Möglichkeiten und wirtschaftliche Risiken gemeinsam zu bewerten. So entstehen fundiertere Entscheidungen zu PV Anlagen, Batteriespeichern und flexibler Stromnutzung.

Planung

Planungssicherheit erhöhen

Unternehmen vergleichen verschiedene Zukunftsszenarien, statt sich nur auf Durchschnittswerte zu verlassen.

Zentraler Nutzen

Bessere Investitions
entscheidungen

Unternehmen erkennen, welche Investitionsvariante unter welchen Bedingungen wirtschaftlich tragfähig ist. Dadurch wird aus komplexer Energiedynamik eine belastbare Entscheidungsgrundlage.

PV Anlagen Batteriespeicher Strompreise Verbrauch

Wirtschaftlichkeit

Investitionen besser bewerten

Rendite, Erlöse und Amortisation werden unter realistischeren Bedingungen sichtbar.

Risiko

Risiken früher erkennen

Negative Strompreise, Regulierung und schwankende Marktpreise werden in der Bewertung berücksichtigt.

Speicher

Speicher sinnvoll dimensionieren

Unternehmen sehen, ob ein Batteriespeicher wirtschaftlich hilft und wie stark er Erlöse oder Eigenverbrauch verbessern kann.

Begründbarkeit

Entscheidungen nachvollziehbar begründen

Die Ergebnisse schaffen eine klare Grundlage für Management, Finanzierung und Investitionsfreigaben. So werden Entscheidungen nicht nur gerechnet, sondern verständlich erklärt.

Kooperationspartner im Detail

Praxispartner im Forschungsprojekt

ADITES GmbH

Praxispartner für moderne Energielösungen

Unternehmensprofil

Energielösungen mit direktem Praxisbezug

Die ADITES GmbH ist ein Energieunternehmen aus Franken und Bayern, das private und gewerbliche Kunden bei der Planung und Umsetzung moderner Energielösungen unterstützt.

Zentrale Kompetenzfelder

Photovoltaik Speichertechnik Ladeinfrastruktur Energiemanagement

Rolle im Forschungsprojekt

Praxisrelevanz für das Simulationsmodell

Als Praxispartner bringt ADITES konkrete Anforderungen aus der Energiewirtschaft in das Forschungsprojekt ein. So wird sichergestellt, dass das entwickelte Modell nicht nur wissenschaftlich fundiert ist, sondern auch reale Investitions- und Entscheidungsprozesse von Unternehmen abbildet.

Justus Ameling

Forschungsteam · Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Justus Ameling

Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Künstliche Intelligenz im Unternehmen, JMU Würzburg

Forscht zur Integration von KI- und Optimierungsverfahren im Energiesektor – unter anderem im Kooperationsprojekt mit ADITES.

Werdegang anzeigen
seit 07/2023 Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und KI im Unternehmen, JMU Würzburg
2017–2023 Wirtschaftsinformatik Bachelor und Information Systems Master, JMU Würzburg
11/2022–04/2023 Werkstudent, Cronos Unternehmensberatung Münster
09/2018–05/2022 Werkstudent und Junior Developer, Intense AG Würzburg

Forschungsinteresse: Integration von Machine-Learning- und Optimierungsverfahren im Energiesektor.


Was das Modell in der Praxis leistet

Zukunft gestalten

Uni Würzburg und ADITES entwickeln das Modell nicht nur als Theorie, sondern als Werkzeug für konkrete Investitionsentscheidungen. Wie das aussieht, zeigt sich am Beispiel einer Investition in Photovoltaik und Speicher.

Investitionsbeispiel

Vom Erzeugungsprofil zum Ergebnis

So verändert ein Batteriespeicher die Wirtschaftlichkeit einer typischen Gewerbe-PV-Anlage: von der reinen Erzeugungskurve bis zum wirtschaftlichen Ergebnis.

1

Ausgangslage

PV-Erzeugung folgt der Sonne

Mittagshoch
6 Uhr 18 Uhr

Ende 2025 waren in Deutschland rund 117 GW Photovoltaik installiert. An sonnigen Tagen übersteigt die Erzeugung den Mittagsbedarf deutlich: 2025 fielen bereits 16 % des gesamten deutschen Solarstroms in Stunden mit negativen Preisen, im sonnenreichen Mai und Juni über 40 %.

2

Hebel

Speicher verschiebt die Last

Lastverschiebung
6 Uhr 18 Uhr

Ein Batteriespeicher nimmt den Mittagsüberschuss auf und gibt ihn morgens und abends wieder ab. Dadurch steigt die Eigenverbrauchsquote von häufig 20 bis 35 % ohne Speicher auf 60 bis 80 % mit Speicher.

3

Ergebnis

Stabileres wirtschaftliches Ergebnis

30 % 75 %
ohne Speicher mit Speicher

Die Balken zeigen die Eigenverbrauchsquote einer typischen Gewerbe-PV-Anlage: ohne Speicher deckt der Solarstrom oft nur rund 30 % des eigenen Verbrauchs, mit Speicher steigt dieser Anteil auf bis zu 75 %. Jede zusätzliche selbst verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Netzbezug und senkt die Stromkosten häufig um 20 % oder mehr. Die Investition amortisiert sich in der Regel innerhalb von 2 bis 5 Jahren.

Quellen: pv magazine Deutschland (Marktwertfaktoren, Erzeugung in negativen Preisstunden), Solarserver (Wirtschaftlichkeitshebel Batteriespeicher), VDE-Studie Batteriespeicher.

Ausblick

Datenbasierte Entscheidungen werden zum Standard

Wenn die Zahl der Stunden mit negativen Strompreisen weiter steigt, wie es der Trend der vergangenen Jahre zeigt, wird das Beispiel aus Photovoltaik und Speicher zum Regelfall. Unternehmen müssen ihre Investitionen zunehmend anhand realistischer Szenarien planen statt anhand einer einmaligen Kalkulation.

Genau daran arbeiten die Uni Würzburg und ADITES mit ihrem Forschungsprojekt schon heute.

Häufige Fragen

Q&A zum Forschungsprojekt

Justus Ameling im Interview: Einblicke in Rolle, Zusammenarbeit und Alltag des Forschungsprojekts.

Wer ist Justus Ameling und welche Rolle hat er im Projekt?

Justus Ameling ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl von Professor Gust und betreut dort unter anderem das Kooperationsprojekt mit ADITES. Im Mittelpunkt seiner Arbeit steht die Frage, wie KI- und Optimierungsverfahren im Kontext von Energiesystemen eingesetzt werden können, insbesondere um Investitionsentscheidungen für PV-Anlagen und Batteriespeicher zu verbessern.

Wie kam die Kooperation mit ADITES zustande?

Der Kontakt zu ADITES entstand auf einer Veranstaltung, bei der das Unternehmen auf Professor Gust zukam, um sich über mögliche Optimierungslösungen und KI-Verfahren im Energiekontext zu informieren. Daraus entwickelte sich die direkte Forschungskooperation.

Wie helfen datenbasierte Analysen dabei, wirtschaftliche Risiken sichtbar zu machen?

Datengetriebene Analysen erlauben es, einzelne Parameter durchzuspielen und Worst-Case-Szenarien zu prüfen. Ein Beispiel ist die Ausrichtung von PV-Modulen: Eine westliche statt südliche Ausrichtung verändert Erzeugungsprofil und Erlösstruktur einer Anlage spürbar. So lässt sich besser verstehen, wie technische Entscheidungen wirtschaftlich wirken.

Welchen konkreten Mehrwert bietet das Modell?

Das Modell soll als Online-Softwarelösung verfügbar sein, mit der Unternehmen verschiedene Parameter selbst festlegen und deren Auswirkungen auf Rendite und Wirtschaftlichkeit berechnen können. So werden komplexe Zusammenhänge verständlicher und Investitionsentscheidungen besser nachvollziehbar.

Warum ist Planungssicherheit im Energiesektor besonders wichtig?

Investitionsentscheidungen im Energiesektor sind langfristig angelegt und hängen stark von politischen Regulierungen ab. Ändern sich diese Rahmenbedingungen, müssen Investoren ihre Entscheidungen neu bewerten. Eine Möglichkeit zur Absicherung ist bei Photovoltaikanlagen die Kombination mit einem Batteriespeicher.

Wovon profitieren ADITES und die Universität jeweils?

Durch die Zusammenarbeit erhält die Universität Praxisbezug und reale Daten, während ADITES methodische Kompetenz im Bereich KI und Optimierung aufbauen kann. Diese Sin

Wie sieht der Projektalltag aus?

Der Projektalltag verändert sich laufend und ist entsprechend dynamisch. Struktur bringen regelmäßige, zweiwöchentliche Abstimmungen. Der direkte Austausch mit ADITES, insbesondere mit der Geschäftsführung, hilft dabei, Entscheidungen im Projekt zu vereinfachen und zu beschleunigen.


Weiterführende Informationen

Podcast & Multimedia

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Der Podcast von Dr. Lukas Kagerbauer gibt Einblicke in das KI Regio Projekt und zeigt, wie künstliche Intelligenz in Wirtschaft, Bildung und regionaler Transformation ankommt.

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